Trinkwasser

Trinkwasser

Ausreichend reines Wasser zu trinken, ist eine der tragenden Säulen unseres Wohlbefindens und der Gesundheit. Denn Wasser übernimmt die Funktion des Transportmittels, mit dem einerseits Vitalstoffe oder Wirkstoffe zu den Zellen transportiert und andererseits Stoffwechselendprodukte zur Ausscheidung auf den Weg gebracht werden.

Dabei versteht sich von selbst,

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dass die Güte des Trinkwassers von hoher Güte sein sollte, damit diese Transportaufgaben optimal ablaufen können. Ist unser Trinkwasser jedoch durch Keime, Viren, Medikamente oder Nitrate belastet, werden diese als unerwünschte Beigabe zu den lebenswichtigen Vital- und Nährstoffe an die Zelle geliefert. Dadurch ergeben sich entweder Abwehrreaktionen wie Allergien, Übelkeit/Erbrechen oder andere Befindlichkeitsbeeinträchtigungen. Über einen langen Zeitraum konsumiert ist eine minderwertige Wasserqualität nicht zu Letzt auch mitverantwortlich für Ablagerungen oder unerklärliche Schadstoffkonzentration im Organismus.

Deshalb lohnt es sich, sicher sein zu können, dass das eigene Trinkwasser - ob als Flaschenwasser gekauft oder Leitungswasser vom Wasserhahn gezapft - den Erfordernissen einer gesunden Wasserversorgung entspricht.

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Das best untersuchte Lebensmittel

Die Qualität von Wasser ist ein wichtiges und vielschichtiges Thema. Während die kommunalen Wasserversorger nicht müde werden zu beteuern, dass unser deutsches Trinkwasser das am besten untersuchte Lebensmittel überhaupt sei, treten immer häufiger Wissenschaftler, Mediziner und andere Experten vor die Öffentlichkeit und verweisen darauf,

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dass das Trinkwasser aus der Leitung zwar gut und regelmäßig untersucht wird, diese Tatsache aber nicht automatisch beste Trinkwasserqualität bedeutet.

Um diesen scheinbaren Widerspruch zu verstehen, lohnt ein Exkurs in die deutsche Trinkwasserverordnung (TrinkwV), die die Vorgaben für die regelmäßigen Trinkwasseruntersuchungen gibt. Die TrinkwV gibt eine klar definierte Anzahl an Leitwerten vor, die in den regelmäßigen Überprüfungen bestimmt werden müssen. Darüber hinaus können durch eine regionale Risikoanalyse weitere Stoffe festgelegt werden, deren Vorkommen und Konzentration Teil der Trinkwasseruntersuchungen sein sollen. Dies klingt beruhigend.

Bei näherer Betrachtung ist wichtig zu berücksichtigen, dass manche Leitwerte, die herangezogen werden, nicht für die Gesamtbevölkerung gelten. So gelten laut TrinkwV 50mg/L für Nitrat als Leitwertobergrenze, während jedoch für eine gesunde Ernährung von Baby und Kleinkindern ein Höchstwert von 10mg/L nicht überschritten werden soll. Damit ergibt sich ein kritisches Delta von 40 mg/L, das zur allgemeinen Empfehlung geführt hat, Leitungswasser nicht zur Herstellung von Babynahrung zu verwenden.

Ähnliches gilt für chemische Stoffe, die über unterschiedliche Wege ins Trinkwasser gelangen können und deren Vorkommen im Grundwasser bislang nicht bekannt war. Denn erkannt wird eben nur, was tatsächlich untersucht wird. Ein mahnendes Beispiel ist hier sicher die Kontamination des Leitungswasser mit PFOA im Landkreis Altötting. Die Bevölkerung hat über einen nicht feststellbaren Zeitraum regelmäßig über das Trinkwasser aus Leitungswasser, diese Substanz aufgenommen und im Körper angelagert. Nur zu gerne würden wir nun glauben wollen, dass die regelmäßigen und strengen Qualitätskontrollen der kommunalen Versorger den gesundheitsbedenklichen Stoff nachgewiesen hätte. Tatsächlich war es der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes, der dies erkannte und durch die Information an die Blutspender, dass deren Blut mit PFOA kontaminiert sei und deshalb als Blutspende nicht angenommen werden konnte. Das war 2017.

Was sich dann ergab war ein reger Schlagabtausch zwischen besorgen Bürgergruppen, dem Bund für Naturschutz (BfN) und dem Landratsamt. Während das Landratsamt konsequent die Gefährdung klein redete, verwies der BfN wiederholt und eindringlich auf die Gesundheitsgefährdung (LINK zu BFN). Im Januar 2020 wurden nun endlich durch das Bundesumweltamt Leitwerte festgelegt, die bis zu 1250fach niedriger angesetzt sind, als die bisher gemessenen Werte. Das bedeutet dass über einen Zeitraum von mindestens 3 Jahren die PFOA Konzentration deutlich gesundheitsbeeinträchtigend waren. Das Landratsamt des Landkreises Altötting ließ darauf hin wissen, es wäre beruhigend zu wissen, dass es nun endlich offizielle Leitwerte für PFOA gäbe und teilte gleichzeitig mit, dass im Landkreis kein Eintrag des gefährlichen Stoffes durch das verursachende Unternehmen mehr gäbe, da der Standort aufgegeben wurde. Die nebensächliche Information, dass sich PFOA auch im Boden anreichere, biologische nicht abbaubar ist und durchaus über den Boden weiter ins Grundwasser diffundieren kann, blieb unausgesprochen.

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Trinkwasser und Umwelt

Die Umwelt nimmt in unterschiedlicher Weise Einfluss auf das Wasser und seine Beschaffenheit. Der größte Anteil des Wasser auf unserer Erde ist Meerwasser, also salziges Wasser, das für den Verzehr nicht geeignet ist. Verdunstet dieses Wasser jedoch, steigt es auf, gibt seine salzige Eigenschaft auf sammelt sich zu

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Wasserdunstansammlungen, die wir Wolken nennen und kehrt als gereinigte Regentropfen wieder auf die Erde zurück. Füllt Bäche und Flüsse, versorgt Pflanzen mit Wasser und die Überschüsse, sickern durch die Schichten des Bodens zu den Grundwasserspeichern.

Ein weiterer wichtiger Wasserspeicher ist hoch oben in den Bergen. Es sind die Gletscher, die Wasser in fester Konsistenz, als Eis speichern und bei Erwärmung als reines Trinkwasser abgeben, in dem es als Rinnsale durch den Gletscher und anschließend in Bächen vom Berg herunterfließt, bis es in Speicherseen den Trinkwasserversorgern zugeführt wird.

Auch die natürliche Bach- und Flusslaufführung, mit ihren Windungen, sowie den Steinen und Felsen darin, halten das Wasser in einem sprichwörtlich lebendigen Fluss. Mäander, Strudel und Wirbel beleben das Wasser auf natürliche Weise und geben ihm so die Möglichkeit sich mit frischem Sauerstoff anzureichern.

Quellwasser, das als artesische Quellen aus den tiefen Wasserreservoirs aus eigener Kraft aufsteigt, ist ebenfalls reinstes Trinkwasser - gereiftes Wasser, wie die Fachwelt es zu bezeichnen pflegt.

Und auch die Einstrahlung von Sonnenlicht auf das Oberflächenwasser der Erde wirkt auf dieses belebend und energiespendend, wie neuere Forschungsergebnisse besagen.

Neben den Wasserqualität fördernden Bedingungen gibt es auch eine Reihe von Gegebenheiten, die das Wasser beeinflussen. Insbesondere das moderne Wasserversorgungsnetz in das das Wasser mit großem Druck eingespeist wird, um sicher zu stellen, dass es auch beim Verbraucher ankommt. Der Druck einerseits und die Einengung des Wassers in Rohre, sowie deren rechtwinklige Verteilung verdichten das Wasser zu Clustern, was auch die Lebendigkeit des Wassers, durch Verdichtung der Wassermoleküle zu Clustern, ungünstig beeinflusst. Die in Wasser gelösten Stoffe wie Calcium und Magnesium (Kalk) verdichten sich ebenfalls und führen zu Ablagerungen im Rohrsystem, die ursprünglich glatte Rohrinnenfläche raut sich auf .

Durch die Kalkablagerungen in den Rohren finden Keine und Bakterien eine hervorragende Nährumgebung, auf der sie gedeihen und sich vermehren können. Insbesondere dann, wenn die Rohre nicht durchgehend mit Wasser durchspült sind. Im öffentlichen Versorgungsnetz ist die Wahrscheinlichkeit einer bedrohlichen Keimbelastung auf Grund der kontinuierlichen Kontrollen eher gering, während im Rohrleitungsnetz der Hausinstallation eine Keim- und Verunreinigungskontrolle nicht stattfindet. Lediglich in Bezug auf Legionellen werden im Jahresrhythmus in den Mehrfamilienhäusern Wasserproben entnommen, um sicher zu stellen, dass lebensbedrohliche Infizierungen von Bewohnern, ausgeschlossen sind. Bei Einfamilienhäusern ist die Prüfung gesetzlich nicht vorgeschrieben, was aber nicht bedeutet, dass es dort nicht auch zur Besiedelung der Leitungen mit Legionellen kommen kann. Deshalb ist es dringend geraten, nach längeren Abwesenheiten, vor der ersten Wasserentnahme (insbesondere Duschen) die Leitungen einige Minuten aufzudrehen und die Leitungen, ebenso wie Wasserhähne von dem sog. Stagnationswasser zu befreien.

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